Skip to Main content Skip to Navigation
Journal articles

Max Beckmann ou la réinvention de la beauté

Résumé : Ausgehend von der Feststellung des ständigen Schwankens Max Beckmanns zwischen Hoffnung und Melancholie, Schönheit und Hässlichkeit, ruft folgende Studie die drei wichtigen Stufen der ästhetischen Entwicklung jenes unklassifizierbaren Malers hervor, der anfangs Epigone und Gegner der futuristischen und expressionistischen Avantgarden war, und der sein ganzes Leben lang kämpfte, um eine von seiner Menschen- und Geschichtsauffassung unzertrennliche persönliche und stilistische Identität zu gewinnen. Bis zum ersten Weltkrieg pflegt Beckmann eine akademische Schönheit in der neuplatonischen Tradition der Koppelung des Schönen und des Guten. Doch sind schon damals Keime einer Unruhe und einer Melancholie zu spüren, welche 1914 zum vollen Ausdruck kommen. Der Krieg markiert nämlich einen zweiten Bruch und führt Beckmann zur Abwendung vom apollinischen Schönen: in dem Schock und in der Gewalt des Wirklichen sucht er nach der «schrecklichen» dionysischen Schönheit und nach der vitalen Intensität, wodurch es ihm gelingt, die Katharsis der Kunst gewordenen schrecklichen Existenz vorzunehmen. Die dritte Phase markiert schließlich ab den zwanziger Jahren die metaphysische Überwindung des Dualismus des Schönen und Hässlichen: Beckmann entwickelt seine «Metaphysik der Objektivität», wodurch er die Welt transzendiert, das im Sichtbaren steckende Unsichtbare entdeckt und die mystische Einheit der durch die Kunst mit dem Subjet versöhnten Welt wiederherstellt. Dieses wandlungsfähige Wesen verkörpert also den Übergang von einer noch akademischen Vorstellung des Schönen zur pathetischen Kunst, die das Hässliche einschließt, bis zur metaphysischen Kunst, die den Widerspruch des Schönen und Hässlichen transzendiert, indem sie diese in eine Ästhetik des modernen Erhabenen integriert.
Mots-clés : peinture beauté laideur
Complete list of metadatas

Cited literature [23 references]  Display  Hide  Download

https://hal-amu.archives-ouvertes.fr/hal-02582247
Contributor : Florence Bancaud <>
Submitted on : Thursday, May 14, 2020 - 9:36:52 PM
Last modification on : Saturday, June 6, 2020 - 4:31:53 AM

File

germanica-438.pdf
Files produced by the author(s)

Identifiers

Collections

Citation

Florence Bancaud. Max Beckmann ou la réinvention de la beauté. Germanica, Université de Lille, 2005, 37, pp.147-165. ⟨10.4000/germanica.438⟩. ⟨hal-02582247⟩

Share

Metrics

Record views

25

Files downloads

67