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Zwischen Idylle und Utopie : das Gartenmotiv in Jüngers Gärten und Strassen

Résumé : In seinem 2014 erschienen Buch über das autobiographische Schreiben vom Krieg1betontJan Volker Röhnertdie durchgehende Kontinuität des Diaristischen bei Jünger ab dem erstenWeltkrieg und die Koppelungdes Ästhetischen und des Autobiographischen als Gegenpol zu den Greueln der Geschichte.Den titelgebenden Begriff der „Selbstbehauptung“ übernimmt Röhnert2von Blumenberg, der damit ein echtes „Daseinsprogramm“meint, welcheserst durch die „Zerstörung des Weltvertrauens“ seine Evidenz erhält. Diese Destruktivität aber, die zugleich die Chance bietet, ein aktives Subjekt zu werden, zeigt sich besonders in der Ausnahmesituation des Krieges. So ist Röhnert zufolge der Krieg die „Feuerprobe“ für die Selbsthauptung. Der Blumenberg‘sche Terminus sei laut Röhnert „janusköpfig“ aufzufassen, wie er in Bezug auf Goethes „Dichtung und Wahrheit“ deutlich macht: „Einerseits behauptetsich das Ich im bedeutungsstiftenden Resonanzraum seinerliterarischen Ästhetik im Sinne einer artikulatorischen Instanz, andererseits strebt die literarische Darstellung des Selbsterlebens im Sinne ihres exemplarischen Anspruchs nach vorbildhafter, überindividueller Geltung des abgebildeten Ichs.“
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https://hal-amu.archives-ouvertes.fr/hal-03168866
Contributor : Florence Bancaud <>
Submitted on : Sunday, March 14, 2021 - 8:23:38 PM
Last modification on : Tuesday, March 16, 2021 - 3:26:08 AM

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  • HAL Id : hal-03168866, version 1

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Florence Bancaud. Zwischen Idylle und Utopie : das Gartenmotiv in Jüngers Gärten und Strassen. Les Carnets Ernst Jünger, Danielle Beltran-Vidal, 2020. ⟨hal-03168866⟩

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